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Fachtagungen

Austauschforum: „Angekommen! Sprache als berufliche Handlungskompetenz für Neuzugewanderte“

am 23.6.2014, in Berlin

Austausch über Erfahrungen, Entwicklungen sowie methodische, interkulturelle und sprachfördernde Ansätze standen im Zentrum des Forums: Wie kann die zunehmende Zahl der Neuzuwanderer an den beruflichen Schulen in das Schulsystem aufgenommen und integriert werden? Sprachförderung stand im Mittelpunkt, verbunden mit der Vermittlung ausbildungsrelevanter Kompetenzen. Die Veranstaltung wurde im Rahmen des SPAS-Projekts (Integrierte Sprachbildung in der Ausbildung) im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft durchgeführt.

Das Forum gab Gelegenheit zum Austausch, u.a. über besondere didaktische Ansätze für Neuzugewanderte. Erfahrungen, Erkenntnisse und Konzepte aus der fast dreijährigen Arbeit mit Lehrkräften und PädagogInneen, die Neuzugewanderte unterrichten, wurden vorgestellt und diskutiert.

 

Dokumentationen

01. 12.2014, Ludwigsfelde (bei Berlin)

Von der eigenen Sprache in die Fachsprache

Die Erfahrungen aus dem Berliner Landesmodellprojekt SPAS zeigen, dass die Sprachbildung in den heterogenen Klassen der beruflichen Bildung die Fach- und Sprachlehrkräfte vor besondere Herausforderungen stellt. Der inklusive Ansatz in der Sprachbildung – von der eigenen Sprache in die Fachsprache – integriert auch all diejenigen, deren sprachliche Voraussetzungen erst ausgebaut werden müssen, um eine Berufsausbildung beginnen und abschließen zu können. Sprachbildung muss daher mit fachlichen Inhalten eng verzahnt und in jedem Curriculum verankert sein. Auf der Fachtagung wollen wir diese Brücke bauen, ausgehend von der Vielfalt im Klassenzimmer hin zu einer Sprachbildung als pädagogisches Prinzip in Curriculum und Unterricht. Mehrere Gründe zeigen, dass hier für eine nachhaltige Entwicklung auch zukünftig Handlungsbedarf besteht. So werden im Zuge der Neuordnung der Berufe in der dualen Berufsausbildung (z.B. im Bürokaufmännischen) neue Lernfelder und Curricula erstellt. Die Tagung gibt einen Überblick über Ansätze der sprachsensiblen Fachdidaktik aus Berlin, Brandenburg, Bremen und Hamburg und stellt neue Konzepte für Seiteneinsteiger (Flüchtlinge, EU-Bürger ohne Bildungsabschluss) vor. Sie leistet somit einen Beitrag zum Erfahrungsaustausch und der Vernetzung in der Fachpädagogik. Vor diesem Hintergrund geben die Plenarvorträge einen Überblick über die bildungspolitische und wissenschaftliche Diskussion zum Thema Sprache als Kernkompetenz. Von der eigenen Sprache in die Fachsprache:

  • Sprachwelten für Neuzugewanderte, Empfehlungen für die Praxis
  • Sprachhandlungen im Beruf
  • Auf dem Weg zur Kompetenzorientierung: Sprachbildung und Inklusion
  • Mehrsprachigkeit als Ressource oder Herausforderung?
  • Professionalisierung der Lehrkräfte

Folgende Inhalte der Tagung stehen zum Download zur Verfügung:


25.02.2014, Ludwigsfelde (bei Berlin)

Wo steckt die Sprachbildung in der Fachdidaktik?

Ansätze der Sprachbildung in verschiedenen Bundesländern, eingebettet in den Curricula (Lernfeldern) der schulischen Berufsbildung ist das Thema der Fachtagung zur Ausbildung und Festigung von Sprachkompetenz in der beruflichen Bildung. Das Ziel der Tagung ist, die Handlungsfelder in verschiedenen Berufen länderübergreifend zu vergleichen und die Kriterien für die Umsetzung der integrierten Sprachbildung im Fachunterricht gemeinsam festzulegen. Der inhaltliche Themenfokus liegt auf der Umsetzung einer integrierten und differenzierten Sprachbildung  in der Berufsausbildung und -vorbereitung, beispielsweise der kaufmännischen, im Gewerblich-technischen: im Metallbau, im Bereich Holz- und Elektrotechnik, Anlagemechanik sowie im Bereich Soziales. Hierfür unterstützen der Bildungsträger GFBM und das Sprachbildungsinstitut SWI die berufsbildenden Schulen in Berlin, die jeweiligen Landesinstitute für Lehrerweiterbildung in Bremen und Hamburg die Kolleginnen und Kollegen in Bremen und Hamburg. Die Tagung ist als Forum der Information und des aktiven fachlichen Austauschs gedacht und zeigt Ansätze und praktische Beispiele aus Berlin, Hamburg und Bremen zur Sprachbildung, je nach der Entwicklung –   in Verbindung mit den Fachcurricula und dem Lernfeldunterricht. Der Austausch auf der Basis gemeinsam zu erarbeitender Qualitätskriterien für die integrierte Sprachbildung dient dazu, den Fachunterricht  mit Einbettung im Curriculum (Lernfeld) transparenter und sprachlich schülerorientierter gestalten zu können und dies als Handlungsgrundlage zu etablieren. Die Tagung  veranstalten die Berliner Senatsverwaltung für  Bildung, Jugend und Wissenschaft und das SWI der GfbM gGmbH in Kooperation mit dem LISUM (Berlin-Brandenburg) sowie der  Senatorin für Bildung und Wissenschaft,  dem Hamburger Institut für Berufliche Bildung,  dem Landesinstitut für Schule Bremen und dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung in Hamburg.

Tagungsdokumentation


06.06.2013, Werkstatt der Kulturen (Berlin)

Sprache öffnet Türen – Schritt für Schritt…Satz  für Satz zum Beruf

Sprachliche und kommunikative Kompetenzen sind Voraussetzung für eine erfolgreiche Berufsausbildung. Daher müssen die sprachlichen Anforderungen in den jeweiligen Berufsbereichen berücksichtigt werden. Die Verwendung von Fachsprache sowie situationsadäquates Ausdrucksvermögen spielen dabei eine zentrale Rolle. Lehrkräfte, Ausbilder/-innen, Akteure der beruflichen Bildung stehen dabei vor einigen Fragen: Können die Sprach- und Fachkompetenz der Schüler/-innen parallel gefördert werden? Welche Methoden unterstützen den individuellen Kompetenzerwerb? Kann der integrative Ansatz mehrsprachige Lernende erreichen? Welche Aufgaben übernehmen die Sprach-Multiplikatoren? In Vorträgen und Workshops werden die Ansätze der integrierten Sprachbildung präsentiert und die Rolle der Sprachverwendung im Qualifizierungs- und Berufskontext diskutiert.

Downloads:
Dr. Anke Sennema, Universität Potsdam, Abstract: Der Zweitspracherwerb im Erwachsenenalter
Prof. Dr. Udo Ohm, Universität Bielfeld, Abstract: Berufsbildungssprache als Handlungskompetenz, Vortrag: Berufsbildungssprache als Handlungskompetenz
Dr. Torsten Andreas, Humboldt-Universität zu Berlin, Abstract, Vortrag: DaZ und DaF im Spannungsfeld von Mündlichkeit und Schriftlichkeit in der integrierten Sprachförderung
Günther Kühling, Sven Walter Institut, Vortrag: Modelle integrierter Sprachförderung in Weiterbildung und Nachqualifizierung


23.02.2011, Werkstatt der Kulturen (Berlin)

Sprache macht Spaß – SPAS macht Sprache

Sprache und kommunikative Kompetenzen sind Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bildung. Die sprachlichen Anforderungen in verschiedenen Berufsfeldern gehen über das alltagssprachliche Ausdrucksvermögen hinaus. Sie betreffen vor allem fachsprachliche und schriftsprachliche Fähigkeiten in der Bildungssprache. Lehrkräfte in allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen sowie in der Aus- und Weiterbildung stehen vor der Frage, wie sie die Sprachkompetenz der Schüler/-innen verbessern können und welche Aufgaben den Bildungseinrichtungen dabei zukommen. Im Modellprojekt „Integrierte Sprachförderung in der Berufsvorbereitung und Berufsausbildung (SPAS)“ wurden mit Lehrkräften, Expert/-innen/-en der Berufsbildung und Sprachwissenschaftler/-innen in interdisziplinärer Zusammenarbeit innovative Ansätze einer berufsbezogenen integrierten Sprachförderung entwickelt und erprobt.