Praxislernen Berufsorientierung (PraxisBO) in Märkisch-Oderland
PraxisBO kurz erklärt
PraxisBO ist das ESF+-Förderprogramm des Landes Brandenburg für eine praxisnahe berufliche Orientierung. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 10. Ziel ist es, Berufswahlkompetenz sowie soziale und personale Kompetenzen zu stärken und junge Menschen beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf zu unterstützen.
PraxisBO ergänzt die berufliche Orientierung der Schulen durch zusätzliche Projekte. Praktische Tätigkeiten, Begegnungen mit der Arbeitswelt und schulische Lernaufgaben werden miteinander verbunden.
Ziele des Programms
- Interessen und Fähigkeiten durch praktische Erfahrungen besser einschätzen
- Berufsfelder, Tätigkeiten und Anforderungen kennenlernen
- Berufswahlkompetenz, Ausbildungsfähigkeit und Lernmotivation stärken
- soziale und personale Kompetenzen wie Teamarbeit, Zuverlässigkeit und Ausdauer fördern
- Kooperationen zwischen Schulen, Berufsberatung, Bildungsträgern und regionalen Unternehmen ausbauen
Berufsweltprojekte: Die Jugendlichen erkunden Berufe und setzen sich mit ihren Interessen, Fähigkeiten und beruflichen Möglichkeiten auseinander. Bestandteil ist die Begegnung mit mindestens einem potenziellen Arbeitgeber, möglichst aus der Region.
Praxislernen in Werkstätten: Praktische Tätigkeiten in überbetrieblichen oder vergleichbaren Bildungsstätten werden mit fächerübergreifenden Lernaufgaben aus dem Unterricht verbunden.
Praxislernen in Betrieben: Die praktische Tätigkeit findet in Unternehmen oder Einrichtungen statt. Mögliche Lernorte sind zum Beispiel Handwerk, Industrie, Handel, Landwirtschaft, soziale Einrichtungen oder öffentliche Dienste.
Die GFBM setzt im Schuljahr 2025/26 vier PraxisBO-Projekte an drei Schulen in Märkisch-Oderland um. Die Angebote orientieren sich am jeweiligen Bedarf der Schule und verbinden praktische Erprobung, Lernaufgaben, Feedback und schulische Auswertung.
Schulcampus Altlandsberg – Projekt FF-4006 für den Jahrgang 8. Vorgesehen sind zwei Praxiswochen mit mehreren Berufsfeldern und einer anschließenden Vertiefung. Zur Schulwebseite
Anne-Frank-Oberschule Strausberg – Projekt FF-4044 für den Jahrgang 8 sowie Projekt FF-4102 als intensiveres Angebot für eine kleine Gruppe aus dem Jahrgang 9. Zur Schulwebseite
Oberschule Neuenhagen – Projekt FF-4086 für die Jahrgänge 8 und 9. Der Jahrgang 8 erhält eine breitere Erprobung, der Jahrgang 9 eine Vertiefung. Zur Schulwebseite
Vorbereitung: Die Schule bereitet die Jugendlichen auf Lernort, Arbeitsregeln und Lernaufgaben vor.
Erprobung: Die Jugendlichen lernen mehrere Berufsfelder kennen und bearbeiten praktische Aufgaben in kleinen Gruppen.
Vertiefung: Ein ausgewähltes Berufsfeld wird genauer erprobt. Dabei können Werkstücke, Arbeitsproben oder andere Projektergebnisse entstehen.
Auswertung: Erfahrungen, Rückmeldungen und Lernergebnisse werden dokumentiert und in der Schule ausgewertet.
Je nach Schulprojekt können unter anderem Metalltechnik, Holz, Elektro, Garten- und Landschaftsbau, Küche und Gastronomie, Büro und Wirtschaft, Gesundheit und Soziales sowie Friseur und Kosmetik angeboten werden. Die konkrete Auswahl wird mit der Schule abgestimmt.
PraxisBO ist Teil der schulischen beruflichen Orientierung. Eltern unterstützen den Prozess, indem sie Interesse zeigen, Erfahrungen gemeinsam besprechen und ihr Kind ermutigen, auch unbekannte Tätigkeiten auszuprobieren. Hinweise zu Terminen, Kleidung, Treffpunkten und Einverständniserklärungen gibt die jeweilige Schule bzw. die GFBM in einem Elternbrief vor Beginn von PraxisBO
Stiftung SPI – PraxisBO-Regionalpartner Süd-Ost: Die Stiftung SPI ist für die Schulamtsbereiche Frankfurt (Oder) und Cottbus zuständig. Sie prüft die von Schulen beschriebenen Bedarfe, schreibt Projekte aus, beauftragt geeignete Träger und begleitet Umsetzung, Qualitätssicherung und Abrechnung.
GFBM – Projektträger: Die GFBM plant und organisiert die beauftragten Projekte gemeinsam mit den Schulen. Sie stellt Lernorte, Fachpersonal, Materialien und pädagogische Begleitung bereit und unterstützt Dokumentation, Feedback und Auswertung.
Schulen: Die Schulen beschreiben ihren Bedarf, entwickeln passende Lernaufgaben, bereiten die Jugendlichen vor und werten die Ergebnisse im Unterricht aus.
Weitere Partner: Berufsberatung, Agentur für Arbeit, Unternehmen, Kammern und regionale Einrichtungen unterstützen die Orientierung und öffnen Zugänge zu Praktikum und Ausbildung.
Förderung
Das Vorhaben wird aus Mitteln der Europäischen Union, der Bundesagentur für Arbeit und des Landes Brandenburg gefördert.

