Am Dienstag, den 20.01.2026, fand die Abschlussveranstaltung für unser Kooperationsprojekt mit dem SPI (Sozialpädagogischen Institut) statt. Die Pflegeschule innerhalb des Instituts führte von November 2023 bis Dezember 2025 einen Anpassungslehrgang für Pflegefachkräfte durch. Durch die Zusammenarbeit unter anderem mit der Charité kamen Pflegefachkräfte aus Mexiko, Kolumbien, Brasilien und 19 anderen Nationen nach Berlin und lernten gemeinsam im Fach- und Sprachunterricht.

Ein kurzer Blick zurück zu den Anfängen zeigt, dass die Zusammenarbeit zwischen GFBM und SPI seit Ende 2022 besteht. Zu dem Zeitpunkt haben wir begonnen, Sprachkurse für Azubis im Bereich Pflege zu etablieren. Davon ausgehend fanden Gespräche zwischen der Leitung der Pflegeschule und der GFBM darüber statt, wie der vom BAMF geförderte Berufssprachkurs für nichtakademische Gesundheitsfachberufe in den Räumlichkeiten am Halleschen Ufer durchgeführt werden kann.

Grundlage dieses Anpassungslehrgangs, der Fach und Sprache miteinander verknüpft, war ein Curriculum, das Bildungsreferentin Dr. Anne Hector gemeinsam mit der Koordinatorin und Pflegepädagogin Sabine Just im Vorfeld erstellte. Dieses verbindet die Inhalte des Fachunterrichts mit den grammatischen und inhaltlichen Themen des Deutschkurses und zeigt Lernsituationen auf, in denen ein Teamteaching angebracht wäre.

Vor Start des Deutschkurses haben unsere Lehrkräfte Sabine Hayduk, Kerstin Zanetti, Doris Lumpe und Tania Gotcheva-Boeva die Zulassung Dozentin für Deutsch für Pflegefachkräfte erworben um im Anpassungslehrgang unterrichten zu können. Sie nutzten verschiedene Lehrwerke, Zusatzmaterial und das Teamteaching mit den Pflegepädagogen für einen authentischen Unterricht.

An einem Unterrichtstag wurden gewöhnlich vier Unterrichtseinheiten (UE) Fachunterricht Pflege erteilt und vier UE Deutsch zum Niveau B2 hinführend. Sprachliches Ziel ist das B2-Zertifikat, damit die Pflegefachkräfte in Deutschland anerkannt werden und entsprechend in den Einrichtungen statt als Pflegehelfer dann als examinierte Pflegefachfrau und Pflegefachmann angestellt werden können.

Von unserer Seite aus wurde die Fachsprachenprüfung Pflege B2 durchgeführt. Fachlich müssen die Pflegefachkräfte im Anerkennungsverfahren auch den Fachunterricht mit einem Fachgespräch abschließen. Nach Bestehen beider Prüfungen können die Pflegefachkräfte beim LageSo ihren Berufsabschluss anerkennen lassen. Langfristig ist auch das politische Ziel, dass die Pflegefachkräfte sich in Deutschland niederlassen und sowohl privat als auch beruflich ankommen. Sie können im Anschluss Weiterbildungen zur Praxisanleitung und zur Bereichsleitung besuchen, um sich beruflich weiterzuentwickeln und mehr Verantwortung zu übernehmen.

Bei der Abschlussveranstaltung kamen verschiedene Akteure zusammen, die seit Mai 2023 zum Gelingen des Projektes beitrugen: die Mitarbeiterinnen der Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege und des LaGeSo, Frau Jahreis und Frau Nickel; die Pflegepädagogen Sabine Just und Benjamin Hennes, die Schulleitung, die BSK-Koordinatorin der GFBM, Inna Schwan sowie Sabine Hayduk, die aus der Unterrichtspraxis berichten konnten.

Das Projekt in Zahlen: Es wurden 1308 UE Fachunterricht erteilt und 1596 UE Sprachunterricht. Davon wurden 100 UE im Teamteaching durchgeführt und 150 Praxisbesuche geleistet.

An dieser Stelle danken wir allen, die im Projekt unterrichtet, geprüft, eingestuft, verwaltet, koordiniert haben für die Unterstützung, die Flexibilität und das Engagement.

SPI Website

Kontakt

Dr. Anne Hector
Bildungsreferentin
Mitarbeiterin Berufsbezogene Sprachförderung

Colditzstr. 34-36
12099 Berlin
Tel.: 030 755 144 118
hector@gfbm.de