Wie kann berufliche Bildung praxisnäher, innovativer und zukunftsorientierter gestaltet werden? Eine mögliche Antwort darauf sind MakerSpaces. Sie bieten insbesondere in der Sekundarstufe I und II sowie an Oberstufenzentren (OSZ) neue Chancen für handlungsorientiertes, projektbasiertes Lernen. Vor diesem Hintergrund besuchte die Bildungsstaatssekretärin Christina Henke am 22.01.2026 den schulischen Makerspace am OSZ Ästhetik und Technik (AET) in Charlottenburg.

Im Mittelpunkt des Besuchs stand der von der GFBM mit initiierte Makerspace, dessen Bedeutung anhand eines konkreten Praxisprojekts anschaulich vermittelt wurde. Ziel war es, der Staatssekretärin aufzuzeigen, welchen Mehrwert MakerSpaces für die berufliche Bildung bieten, um sowohl die Weiterentwicklung des MakerSpaces am OSZ AET als auch perspektivisch die Einführung von MakerSpaces an weiteren OSZ zu unterstützen.

Im Vorfeld des Besuchs wurde der Makerspace am OSZ Ästhetik und Technik eingerichtet und ein passgenaues Nutzungskonzept für die schulischen Anforderungen entwickelt. Darauf aufbauend initiierte die GFBM ein Projekt mit Auszubildenden der Maskenbildnerei zum Thema „Der Diener zweier Herren“, einer Commedia dell’arte von Carlo Goldoni.

Im Rahmen des Projekts fanden Workshops zu 3D-Design und digitaler Fertigung statt. Die Auszubildenden entwarfen Masken und setzten ihre Designs mithilfe von 3D-Druck und Lasercut um. Anschließend erfolgte die handwerkliche Weiterverarbeitung: die Fertigstellung der Masken sowie die Umsetzung von Make-up und Kostüm, eigenständig realisiert durch die Auszubildenden. Die fertigen Arbeiten wurden der Staatssekretärin schließlich an vorbereiteten Modellen – Schülerinnen aus dem Bereich Kosmetik – präsentiert.

Der Besuch war für alle Beteiligten ein besonderes Erlebnis und machte deutlich, welches Potenzial MakerSpaces für eine moderne berufliche Bildung haben. Das Engagement der beteiligten Klassen, die Verbindung von digitaler Technik und handwerklicher Praxis sowie die sichtbaren Ergebnisse fanden große Anerkennung.

Kontakt

Michael Kiehl
Produktentwicklung
Bildungsbegleiter IBA

Tel.: 030 755 144 009
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