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SprInt auf dem Arbeitsmarkt – neuer Integrationsberuf Sprach- und Integrationsmittler*in

© SprInt gemeinnützige eGenossenschaft, Gronaustr. 68, 42285 Wuppertal Fotograf: Frank Dora, Wuppertal

© SprInt gemeinnützige eGenossenschaft, Gronaustr. 68, 42285 Wuppertal
Fotograf: Frank Dora, Wuppertal

Der Arbeitsmarkt ist dynamisch – es entstehen und vergehen Berufe im Kontext wirtschaftlicher, sozialer und politischer Entwicklungen. Migration und Fluchtbewegungen sind zwei der großen Themen unserer Zeit, welche die Arbeitswelt in verschiedener Hinsicht verändern und so z.B. bereits einen hohen Bedarf an Deutschlehrer*innen verursacht haben. Andere wichtige Aufgaben in einer von Einwanderung geprägten Gesellschaft kreieren seit einigen Jahren ganz neue Berufsbilder wie beispielsweise Sprach- und Integrationsmittler*in, kurz SprInt.

Im Beruf SprInt geht es um sprachliche und kulturelle Integrationsbegleitung.

Wichtige Aspekte dieses Berufes sind folglich Mehrsprachigkeit sowie idealerweise ein eigener Migrationshintergrund, der zu einer besonders authentischen Integrationsbegleitung beitragen kann. Einschlägige Erfahrungen im Bereich Sprachmittlung oder Integrationsbegleitung, beispielsweise aufgrund einer ehrenamtlichen Tätigkeit oder Beschäftigung in Projekten, beziehungsweise akademische Berufsqualifikationen sind optimale Voraussetzungen, um die SprInt-Qualifizierung zu absolvieren. Im Verlauf der Qualifizierung werden die Teilnehmenden auch durch systematisches Dolmetschtraining für typische Einsatzsituationen geschult.

Gut vorbereitet auf den Arbeitsmarkt

Bei der 18monatigen Qualifizierung, welche die GFBM gGmbH mit jeweils drei versetzt gestarteten Kursen seit 2014 anbietet, handelt es sich nicht einfach um eine beliebige neue Weiterbildung. Dahinter steckt das deutschlandweite „SprInt Netzwerk – Sprach- und Integrationsmittlung“– der größte Zusammenschluss von Akteur*innen der Sprach- und Integrationsmittlung in Deutschland, bestehend aus 20 Organisationen. Die SprInt-Weiterbildung ist eine bundesweite Qualifizierungsinitiative, die u. a. durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) unterstützt wird.

Hier erfahren Sie mehr über die SprInt-Weiterbildung bei der GFBM.
© SprInt gemeinnützige eGenossenschaft, Gronaustr. 68, 42285 Wuppertal Fotograf: Frank Dora, Wuppertal

© SprInt gemeinnützige eGenossenschaft, Gronaustr. 68, 42285 Wuppertal
Fotograf: Frank Dora, Wuppertal

Einsatzfelder von SprInt

Nach erfolgreicher Prüfung verfügen die SprInt-Teilnehmer*innen über Schlüsselkompetenzen, die ihnen realistische Arbeitsmarkt-Chancen eröffnen. Sie können nicht nur in Beratungsstellen, Projekten, Aufnahmelagern, Tageseinrichtungen, sondern auch bei Bildungsträgern oder Wohnungsbau­gesellschaften feste Anstellungen in Voll- oder Teilzeit finden. Noch werden „Sprach- und Integrationsmittler*innen (SprInt)“ in aktuellen Stellenanzeigen selten unter dieser Bezeichnung gesucht, jedoch gibt es zunehmend Ausschreibungen, die explizit mehrsprachige Angestellte für die soziale Begleitung von Geflüchteten und/oder Migrant*innen suchen. Hinter Berufsbezeichnungen wie „Flüchtlingshelfer*in“, „Integrationscoach“, „Integrationsbegleiter*in“, „Sozialbetreuer*in“, „Familienbetreuer*in “Betreuungshelfer*in“, „Asylbegleiter*in“ etc. warten Aufgabengebiete, die Sprach- und Integrationsmittler*innen mit ihrer Qualifizierung abdecken können. SprInt-Absolventen*innen können sich ebenfalls als Fach-Dolmetscher*innen oder auch als Integrationslots*innen bewerben.

Wachsender Bedarf – weitere Stellenangebote

Jedes Jahr steigt die Zahl an Stellenangeboten, auf die sich „SprInts“ in Berlin bewerben können. 2016 hat die größte Berliner Koordinierungsstelle für Sprachmittlungs-Aufträge, der Gemeindedolmetschdienst, über 14.000 bezahlte Einsätze vermerkt und seit Oktober 2016 mehr als 20 „Gesundheitsdolmetscher*innen“ fest angestellt. Weiterhin bestehen gute Chancen, Stellen für Sprach- und Integrationsmittler*innen in geförderten Projekten freier Träger einzurichten. Aus den ersten fünf Berliner SprInt-Kursen bei der GFBM gGmbH, die bis Februar 2018 erfolgreich abgeschlossen wurden, sind bereits viele der Teilnehmenden in langfristige Beschäftigungsverhältnisse eingemündet. Aufgrund der aktuellen Flüchtlings-/Migrations-Situation und der weiterhin zu erwartenden Ent­wicklung besteht auch langfristig ein stabiler oder wachsender Bedarf an professionellen Integrationsfachkräften.

 

Kontakt zum SprInt-Team der GFBM:

Jochen Köhler
Tel.: 0176 345 810 59
E-Mail: koehler@gfbm.de

Gesine Reinicke
Mobil: 0176 34 60 24 19
E-Mail: reinicke@gfbm.de

Lena Reisner
Mobil: 0176 6856 291 58
E-Mail: reisner@gfbm.de