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Das Modellprojekt LLUPE feiert Einjähriges

Ein zufriedener Blick zurück und nach vorn

„Lesen, Lernen und Projekte entdecken“ – mit 6 Teilnehmenden ging es nach umfassender Vorbereitung im Juni letzten Jahres endlich los. Mittlerweile sind es über 20 Lernende, die sich am Vormittag der Alphabetisierung widmen und die Nachmittage in den Gewerken verbringen. Dort wird fleißig gebacken, gekocht, gefliest, gemalert, gemaurert und nicht zuletzt auch gelesen.

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Ein Projekt des Malerhandwerks widmete sich den Werkzeugen

Immer wieder geben die Teilnehmenden in der Küche ihr Bestes und versorgen die Gäste des Bildungszentrums Friedrichshain mit Leckereien. Alte Gartenbänke werden in der Holzwerkstatt wieder brauchbar gemacht und in der Trockenbauhalle entstehen tolle Säulen aus Gipskartonplatten.

Wir haben in LLUPE viel erlebt und geschafft. Menschen mit 17 verschiedenen Herkunftsnationalitäten im Alter von 18 bis 60 Jahren lernen hier inzwischen zusammen. Einige beginnen bei den Buchstaben, andere schreiben Sätze. Jede und jeder lernt dabei im eigenen Tempo und ohne Prüfungsstress.

Mit dem April 2019 beginnt das zweite LLUPE-Jahr und wir freuen uns auf die Veränderungen, die uns erwarten. Um den Teilnehmenden eine intensive Betreuung beim Lernen und Unterstützung bei sozialen Problemen zu geben, haben wir jetzt einen neuen Kollegen bekommen. Der wird sich auch um die Suche nach Praktikumsplätzen kümmern, sodass die LLUPE-Teilnehmenden erste Erfahrungen in Betrieben sammeln und Kontakte zu Unternehmen knüpfen können. Dafür soll auch eine Veranstaltung am 23. Mai genutzt werden, die der Friedrichshain-Kreuzberger Unternehmerverband hier in unserem Bildungszentrum organisiert. Die LLUPE-Teilnehmenden und verschiedene Unternehmen können sich so direkt vor Ort kennenlernen und es ergibt sich sicherlich der ein oder andere Praktikumsplatz.

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Der Frühling kann kommen: endlich gehen wir die Gartenarbeit wieder an!

Im Alphabetisierungs- und Grundbildungsunterricht werden wir außerdem täglich von studentischen Hilfskräften begleitet. Sie unterstützen die Lehrkräfte tatkräftig bei der erfolgreichen Umsetzung unseres teilnehmerzentrierten Konzepts.

Ganz nach dem Motto ‚Aller Anfang ist schwer‘ war es in LLUPE zu Beginn eine große Herausforderung funktionale Analphabet*innen zu erreichen und sie zu einer Teilnahme zu motivieren. Mittlerweile können wir jedoch sagen: wir sind mit dem Modellprojekt über den Berg! Wir freuen uns auf ein weiteres spannendes Jahr.

Das Projekt „LLUPE“ wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales im Rahmen der Bezirklichen Bündnisse für Wirtschaft und Arbeit

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