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Das Modellprojekt „Geflüchtete in Arbeit“ bedankt sich bei den beteiligten Unternehmen

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Erfolgreich in Arbeit oder Ausbildung integriert zu sein bedeutet, sich im Betrieb zu Hause zu fühlen. So beschreiben es auf jeden Fall Machmoud Shobash und Abdulfatah Al Shara. Zwei Teilnehmer des Projektes „Geflüchtete in Arbeit“ aus Syrien, die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler in Begleitung von GFBM Geschäftsführerin Silke Gmirek an ihrem Arbeitsplatz bei der Firma Promess Montage und Prüfsysteme GmbH besuchte. „Wir sind fünf Flüchtlinge im Betrieb. Und jeder hat immer einen deutschen Kollegen an der Seite, dem er Fragen stellen kann“, sagt Al Shara. Shobash ergänzt: „Wenn ich etwas in der Schule nicht verstanden habe, trifft sich der Chef am Wochenende mit mir und erklärt.“

Mit ‚der Chef‘ ist Dr. Gerhard Lechler gemeint. Der Firmengründer von Promess, der sich inzwischen aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen und der Förderung der Auszubildenden des international tätigen Herstellers für elektronische Servopressen verschrieben hat. So war es für Dr. Lechler auch keine Frage, ob er sich beteiligt, als die Bürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg im Herbst 2016 Mitstreiter suchte, um ein Modellprojekt zu entwickeln, das jungen Geflüchteten ein Chance auf dem deutschen Arbeitsmarkt eröffnet und gleichzeitig dem Fachkräftemangel der ortsansässigen Unternehmen entgegen wirkt. Zusammen mit der GFBM und unter Beteiligung der wichtigen bezirklichen Akteure aus Politik, Wirtschaft und Institutionen wurde das Modellprojekt „Geflüchtete in Arbeit“ konzipiert.

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„Wichtig war uns immer die Flexibilität des Projektes“, betont Silke Gmirek, „wir wollten erreichen, dass für jedem Teilnehmenden eine individuelle Unterstützung erfolgt und keiner das Projekt ohne Perspektive verlässt aber gleichzeitig die Bedarfe und Ansprüche der Unternehmen berücksichtigt werden.“ So wurden integrierte Sprachförderung und Schulungsangebote in den Betrieben zu einem zentralen Baustein des Projektes. Zum einem anderen die Lernarchitekt*innen, die Teilnehmer*innen und Unternehmen spezifisch abgestimmt unterstützen.

Angelika Schöttler ist stolz auf ihr Projekt und ein bisschen wehmütig, dass es mit diesem Durchlauf in die letzte Runde gegangen ist. „Wir sind viel kopiert worden. Und das ist gut so!“, sagt sie. „Ich denke wir haben in drei Jahren viel erreicht.“ Nicht nur für die insgesamt 67 Projektteilnehmer*innen, die auf ihrem Weg zur Integration in Deutschland begleitet wurden. Und für die über 350 Bewerber*innen für das Projekt, mit denen eine alternative mittelfristige Perspektive erarbeitet wurde. Es wurden auch viele Erfahrungen gesammelt, die in den nächsten Monaten ausgewertet werden. Die Ergebnisse werden in Form eines Leitfadens für die Anstellung oder Ausbildung Geflüchteter für die Betriebe aufgearbeitet.

Wichtig sei, dass man geduldig ist, meint Dr. Lechler. Das mit der Sprache dauere halt ein paar Jahre aber dafür würden die Betriebe mit motivierten und lernwilligen Mitarbeitern belohnt. Wir danken allen beteiligten Unternehmen, die diese Geduld aufbringen und werden sie auch in zukünftigen Projekten oder durch individuelle Beratungs-, Coaching- und Qualifizierungsangebote gerne weiter dabei unterstützen.

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