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Anschluss finden – Gemeinsam kochen und lernen

SupercollageIntegrative Sprachförderung funktioniert nur mit Praxis und kann sogar Spaß machen, wie die Teilnehmenden des Modellprojektes „Anschluss+“ regelmäßig auf Exkursionen oder gemeinsamen Unternehmungen erfahren können. Diese Woche waren sie zu Besuch im GFBM Bildungszentrum Tempelhof, um gemeinsam zu kochen und zu essen. Großzügig teilten sie ihr Mittagessen mit einigen Mitarbeiter*innen der GFBM, die sich in ihrer Pause unter die Teilnehmenden mischten. Ihre Deutschkenntnisse verbesserten die jungen Männer und Frauen so quasi nebenbei. „Anschluss+“ ist für geflüchtete, junge Menschen gedacht, die nach Abschluss der Willkommensklassen an den Berliner Oberstufenzentren ohne direkten Anschluss die Schule verlassen. Mit Hilfe des Projektes erhalten sie nahtlos eine berufliche Anschlussorientierung, die auch ihre gesellschaftliche Integration vorantreiben soll.

Bei der Herausforderung, für eine große Gruppe zu kochen, zeigte sich schnell, wer besonderes Talent für die Arbeit in der Küche mitbringt und wessen Stärken eher auf anderen Gebieten liegen. Die Fähigkeiten der Teilnehmenden werden zu Beginn des Projektes in umfangreichen Kompetenzanalysen herausgearbeitet, bevor es in die Praktika geht.

Praxis, Praxis, Praxis

Berufsorientierung, besonders die praktische Erprobung verschiedener Berufe, in Form von Betriebspraktika oder Werkstatttagen, spielt eine besondere Rolle bei „Anschluss+“. Die Teilnehmenden haben die Chance, das Baugewerbe und den gewerblich-technischen Bereich, u.a. Malerei, Holz, Metall, Tischlerei, KFZ, Elektro und Mode sowie Hotelgewerbe, Gastronomie und kaufmännische Berufe kennenzulernen.

Neben der integrierten Sprachförderung, die zudem eine Analyse des Sprachstandes, Sprachunterricht und berufsbezogene Sprachvermittlung umfasst, stehen die jungen Menschen auch Coaches zur Seite. Das Berufswegecoaching stärkt die jungen Menschen in ihrer individuellen und beruflichen Entwicklung.

Das Programm „Anschluss+“ ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.

Mehr über Anschluss+ erfahren Sie hier.