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Ägyptische Delegation zu Besuch bei der GFBM

xIMG_20181010_002Der Präsident der ägyptischen Handwerkskammer, Dr. Roda Al Nahrawy, besuchte mit einer Delegation aus ägyptischen Regierungsmitgliedern das Bildungszentrum Reinickendorf der gemeinnützigen Gesellschaft für berufsbildende Maßnahmen mbH.

Im Zuge der Zusammenarbeit der deutschen und der ägyptischen Regierung informierte sich die Delegation über berufliche Bildungsmöglichkeiten in Deutschland. Im Bildungszentrum Reinickendorf lag der Fokus der Delegation auf den dort angebotenen Handwerksberufen Elektroniker*in für Energie- und Gebäudetechnik, KfZ-Mechatroniker*in, Textil- und Modenäher*in und Modeschneider*in sowie Friseur*in.

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Speziell interessierte sich Dr. Nahrawy dafür, wie die beruflichen Erfahrungen aus dem Heimatland in Deutschland verwertet werden können, welche Unterstützung es speziell für Menschen mit Migrationshintergrund gibt und wie die Erfahrungen zur HWK in Kairo zu übertragen werden können.

Patrick Heber, Zentrumsleiter in der Flottenstraße, hatte die Antworten: „Wir unterstützen unsere Teilnehmenden durch Kompetenzentwicklungsbegleiter, die ihnen zu Seite stehen. Inwiefern berufliche Vorerfahrungen anerkannt werden, entscheiden die SANQ-Standards.“

SANQ steht für „Serviceagentur Nachqualifizierung Berlin“, deren Standards für die „Abschlussorientierte modulare Nachqualifizierung“ im Rahmen der Bundesinitiative „Perspektive Berufsabschluss“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung entwickelt wurden. Für Berlin gibt es spezifische Regelungen zur Nachqualifizierung mit der IHK und verschiedenen Innungen.

„In der Regel gelten abgebrochene Ausbildungen oder Beschäftigungsverhältnisse im Berufsbereich als verwertbare berufliche Vorerfahrungen, natürlich auch entsprechende Erfahrungen in den jeweiligen Herkunftsländern unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer“, so Heber weiter. „Es ist möglich, innerhalb von acht bis zwölf Monaten einen Berufsabschluss nachzuholen“

Auch sprachlich erhielten die Teilnehmer*innen der Nachqualifizierungen Unterstützung in Form von „integriertem Fach- und Sprachlernen“ (IFSL) durch das EMSA-Projekt – „Erfolg mit Sprache und Abschluss“ – gefördert durch den Berliner Senat.

„Alle Nachqualifizierungsmaßnahmen führenxIMG_20181010_003zum deutschen Berufsabschluss; einzelne Module, die mit einer Modulprüfung abgeschlossen wurden, können auch als Teilqualifikation anerkannt werden und so bei der Arbeitsplatzsuche unterstützen“, erklärte Heber seinen ägyptischen Gästen.

Die Finanzierung der Nachqualifizierungen ist über verschiedene Projekte und Fördermittel möglich: Bildungsgutschein, InVork (Integrierte Vermittlungsoffensive für das Berliner Handwerk), WeGebAU, IFLAS, AJE, FinJA sowie die Rentenversicherung.

Hier erfahren Sie mehr über die verschiedenen Berufe in der Nachqualifizierung und Umschulung.